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Das TOP FAIR Nordstil Special

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Susanne Schlimgen – Abteilungsleiterin Nordstil bei der Messe Frankfurt.

Nachdem im letzten Sommer die Nordstil aufgrund der etwas verbesserten Pandemie-Situation erfolgreich durchgeführt wurde, konnte die Winterausgabe 2021 leider wegen der neuerlich verschärften Maßnahmen nicht stattfinden. Das ändert allerdings nichts daran, dass die Aussteller der Nordstil auch in diesem Jahr eine ganze Reihe von neuen, vielversprechenden und spektakulären Produkten in ihrem Portfolio haben, die wir Ihnen im Rahmen unseres Nordstil-Specials präsentieren. Zum Start der TOP FAIR Nordstil Kampagne sprachen wir mit Susanne Schlimgen, der Abteilungsleiterin Nordstil bei der Messe Frankfurt.

: Wie haben die Aussteller, die sich ja bereits zahlreich angemeldet hatten, auf die Absage reagiert?
Trotz erfreulich hoher Ausstellerzahlen und eines ausgefeilten Schutz- und Hygienekonzepts wurde aufgrund des aktuellen Pandemieverlaufs bereits im Dezember deutlich, dass nicht mit einer Genehmigung zur Durchführung von Großveranstaltungen für Mitte Januar 2021 zu rechnen war. Unser daraus resultierender Entschluss, die Nordstil abzusagen, fiel im Schulterschluss mit dem Nordstil-Arbeitskreis und damit auch im engen Austausch mit unseren Ausstellern – die sehr dankbar dafür waren, dass die Entscheidung frühzeitig erfolgte. Sowohl für uns als Messeveranstalter als auch für unsere Aussteller war es dennoch kein leichter Schritt – insbesondere, weil noch im September mit der Durchführung der Sommer-Nordstil ein Stück Normalität zurückgekehrt und die Wiedersehensfreude der Branche nach dem Corona-Lockdown sehr groß war. Es wurde zusammengearbeitet, Geschichten und Hoffnungen wurden geteilt und es wurde sich gegenseitig Unterstützung angeboten. Das hat gezeigt, wie wichtig es für die Branche war, sich endlich wieder vor Ort und persönlich zu treffen. Gemerkt haben wir das auch an den hochmotivierten Einkäufern auf der Messe, die sehr umfassend orderten.

: Weltweit sind im letzten Jahr so gut wie alle Leitmessen abgesagt worden. Von Ausstellern und Besuchern hört man, dass Business nach wie vor viel mit persönlichen Kontakten und Eindrücken verknüpft sei. Was sind während dieser messefreien Monate aus Ihrer Sicht aktuell die größten Herausforderungen der Branche?
Die Herausforderungen sind angesichts der verschärften Regelungen in den letzten Wochen nochmal gewachsen. Die Lockdown-Maßnahmen führen zu Umsatzeinbrüchen und drohenden Insolvenzen. Das betrifft insbesondere Händler und Marken, die über kaum bis gar keine digitalen Absatzkanäle verfügen und nur analog mit ihren Zielgruppen im Austausch stehen. Eine weitere Herausforderung ist sicher die Akquise neuer Kunden. Denn im Austausch mit unseren Ausstellern wurde deutlich, dass bei dezentralen Alternativen wie Außendienst, Videocalls und Showrooms Händlern kein effizienter Marktüberblick und kein Trendscouting möglich war. Für die Vorstellung neuer Produkte ist das Bedürfnis nach persönlichen Begegnungen deswegen sehr stark. Denn im Umfeld der Konsumgütermessen sind das Fühlen, Riechen, Schmecken und Anfassen von Produkten unabdingbar. Die Branche braucht auch deswegen die persönliche Begegnung, die individuellen Gespräche und damit auch das Ausloten von Bedürfnissen und Chancen. Genau das bedeutet die Nordstil für Norddeutschland – und für Skandinavien. Denn für dänische, schwedische, finnische und zunehmend auch norwegische Marken ist die Nordstil in Hamburg ein Eintrittsportal in den deutschen Markt. Hier wird getestet, wie Trends und Design aus Skandinavien in Deutschland ankommen.

: Zumindest eine Prognose dürfte auch in derart unsicheren Zeiten zutreffen, irgendwann ist die krisenhafte Situation mit den drastischen Beschränkungen vorüber. Die nächste Nordstil ist für den Sommer eingeplant. Wie laufen die Vorbereitung und gibt es bereits jetzt entsprechende Zusagen von Ausstellern?
Wir erwarten insbesondere mit Hinblick auf die vorangeschrittene Durchimpfung Deutschlands und Skandinaviens im Sommer eine deutlich bessere Ausgangssituation für die Sommer-Nordstil, die vom 24. bis 26. Juli 2021 stattfinden wird. Anmeldungen sind erst seit dem 15. Januar möglich, sodass wir zu diesem Zeitpunkt noch keine Aussteller nennen können. Die Teilnehmeranzahl der abgesagten Winterveranstaltung stimmt uns jedenfalls sehr optimistisch, dass wir im Sommer mit Wachstum im Vergleich zum vergangenen Jahr rechnen können – sowohl an Ausstellerzahlen als auch an Hallenebenen. Zudem sind wir zuversichtlich, dass ein Großteil der Sonderareale – das Village, die Nordlichter, die Buddelhelden – im Sommer wieder an Bord sein werden. Unabhängig von dann hoffentlich möglichen Corona-Lockerungen werden wir auch für diese Veranstaltung gemeinsam mit den Kollegen der Hamburg Messe und Congress ein sicheres Umfeld dank umfassender Hygieneregelungen gewährleisten – mit zum Beispiel stetigem Frischluftaustausch, Hygieneinseln, extrabreiten Gängen, vergrößerten Ausstellerständen für ausreichenden Abstand, Einbahnwegführungen für Besuchern an den Halleneingängen und in den Hallen sowie mit einer Online-Vorabregistrierung, um die Maximalanzahl an Besuchern einzuhalten. Mit all diesen New Normal-Regeln sind Händler bereits heute schon sehr gut vertraut. Es sind gelernte Maßnahmen, die im Ladengeschäft gelebter Alltag sind – und auch auf Messen von allen Teilnehmern mitgetragen werden, wie wir es auf der letzten Nordstil beobachten konnten. Das ist eine positive Erfahrung, die wir mitnehmen und die uns darin bestätigt, dass sicheres Netzwerken und Ordern auch in Zeiten von Corona sehr gut funktioniert. Eines ist jedenfalls sicher: Unsere Vorfreude auf das Wiedersehen im Sommer – auf die Geschichten, die Erlebnisse und den Austausch zwischen unseren Kunden – ist jetzt schon sehr groß!

 

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