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Nichts für den Papierkorb!

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Stefan Ricci – Leiter Print bei Publishing Services, Verlag der Messe Frankfurt.

Gleich drei Dinge auf einmal: Spannung, Spiel und Schokolade!
Onlinemagazin trifft auf gedruckte Kommunikation – Stefan Ricci über Treue, Teigwaren und TOP FAIR

: Herr Ricci, Sie sind Fan des Fußball-Erstligisten VfB Stuttgart, der momentan unter Druck steht, insbesondere neben dem Platz. Vorstand und Präsident sowie die Verwicklung in einen Datenskandal rücken manches Spiel des VfB in den Hintergrund. Wie wäre es mit einem Vereinswechsel? Die Stadt Frankfurt hätte da was.

Auch wenn ich jetzt Gefahr laufe und zwei Euro ins Phrasenschwein werfen muss: Wichtig ist auf dem Platz, und dort läuft’s für den VfB gut. Besser geht’s natürlich immer und ja, die Mannschaft der Eintracht Frankfurt beeindruckt mich sehr, aber Sie wissen ja: Abgerechnet wird bekanntlich am Ende, warten wir also ab. Herrje, noch mal zwei Euro, oder?

: An dieser Stelle verraten wir, dass Sie gebürtiger Schwabe sind und Ihre Liebe zum VfB daher nicht von ungefähr kommt. Ihr Nachname Ricci allerdings klingt selbst für einen Schwaben recht ungewöhnlich. Ihr Vater stammt aus Italien und daher drängt sich uns die Frage auf: Spätzle oder Pasta?

Weder noch. Ich bevorzuge Teigwaren!

: Chapeau, Herr Ricci, gut gekontert! Jetzt aber geht’s ans Eingemachte: Grafiker, Gestalter und Kreativagenturen verabschieden sich zunehmend von Print. Und wenn es mal doch etwas Gedrucktes sein soll, dann setzen viele auf beliebige, fade und langweilige Standardkost. Sie selbst, Herr Ricci, verantworten den Bereich Print bei Publishing Services, dem Verlag der Messe Frankfurt und können hier und jetzt eine Lanze für Drucksachen brechen.

Es stimmt, Print wird seltener angefragt. Kreativagenturen und Grafiker setzen mittlerweile oftmals auf digitale Medien. Das ist schade, denn Papier ist nicht nur geduldig. Es ist zunächst immer eine leere Leinwand, die darauf wartet, mit Grafiken, Bildern und Texten verziert zu werden. Wenn das allerdings lieblos geschieht, verwundert es nicht, dass Papier zum reinen Informationsträger verkommt und schnell in der Tonne landet. Vielmehr muss die Drucksache, das Papier selbst im Designprozess berücksichtigt werden. Warum also nicht Druckprodukte entwickeln, die begeistern und zu einem “Haben-Wollen”-Effekt führen? Warum nicht auch im Print-Bereich das liefern, was von einer Kreativagentur erwartet wird: Kreativität, visuell und haptisch.

: Und Ihnen gelingt das? Oder um die leere Leinwand einmal aufzugreifen: Sie sind der Picasso des Prints?

Der Vergleich ist doch naheliegend (lacht). Picasso war sein Leben lang kreativ und hat seiner Kunst ständig neue Impulse gegeben. Das braucht es auch im Print. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir „Drucker“ schon in der Konzeptionsphase und im Designprozess einer Drucksache mit Grafikern und Gestaltern an den Tisch sollten, um gemeinsam ein Druckprodukt systematisch, effizient und übereinstimmend zur Botschaft zu entwickeln. Publishing Services publiziert seit Jahren erfolgreich auch eigene Printmagazine und -zeitungen, so auch TOP FAIR. TOP FAIR ist übrigens eines meiner Herzensprojekte. Gemeinsam mit meinen Kollegen aus den Bereichen Grafik und Gestaltung gelingt es, Botschaften unmittelbar erfahrbar zu machen und unsere Leser buchstäblich zu berühren. Auf ein haptisches Lesevergnügen der TOP FAIR müssen wir derzeit leider verzichten, aber sollten Sie unser Gespräch eines Tages doch noch abdrucken wollen, holen Sie mich an den Tisch!

: Das machen wir. Zusammengefasst soll Print also begeistern und Spaß machen, er muss sich aber auch rechnen. Das sind gleich drei Dinge auf einmal. Kann Print das, was das berühmte Schokoladen-Ei bereits seit Kindheitstagen unter Beweis stellt?

Ja, ja, das berühmte Schokoladen-Ei, eine schöne Kindheitserinnerung. Wer kann ihm schon widerstehen? Man schüttelt es in freudiger Erwartung einer Sammelfigur und genießt die schokoladene Eierschale. Dieses Erlebnis wünsche ich mir auch für Printsachen: Print als Erlebniswelt! Einfallslose Druckjobs zünden einfach nicht und der erhoffte Erfolg bleibt aus. Gutgemachte Printprodukte fallen auf, sind zeitlos und beständig und man kann sie sammeln, so wie den Inhalt aus den Schokoladen-Eiern.
So, ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber jetzt hätte ich Lust auf ein Schokoladen-Ei. Gehen wir doch auf die Suche!

: Wir dachten schon, Sie fragen nicht… Vielen Dank, Herr Ricci.

 

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