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Nicht zu beanstanden: Ausstand mit Abstand

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Man lernt doch nie aus!

Und was haben wir schon alles in den zurückliegenden Monaten gelernt. Wir waren gute, fleißige Schüler. Inzwischen wissen wir oder erahnen intuitiv, wie lang Einmeterfünfzig sind, wir erahnen ein Lächeln selbst hinter Gesichtsmasken, wir können Home-Office und beherrschen alle gängigen Videokonferenz-Apps. Diesen Test würden wir alle bestehen. Etwas schwerer tun wir uns mit den digitalen Emotionen, auch nach mehr als einem Jahr. Viele Büros, auch unsere sind nach wie vor verwaist. In der Produktion unserer Publikationen haben wir die Prozesse derart verändert, dass kaum noch ein persönlicher Kontakt notwendig ist. Wir kommen klar in diesem, nennen wir ihn mal „neo-normalen” Berufsalltag, so ganz ohne echte Begegnungen. Wir sind Gewohnheitstiere und, so schlimm das auch klingen mag, wir haben uns an das sogenannte Social Distancing gewöhnt, einfach so. Das meiste findet in unseren eigenen vier Wände statt: Dort führen wir Geschäftstelefonate und Videokonferenzen und dank morgendlicher Check-ins daten wir uns up. Früher trafen wir uns hierfür live und in Farbe in der Kaffeeküche und plauschten analog? Da liegen sie, unsere liebgewonnenen Rituale im Dornröschenschlaf. Aber es gibt sie! Nein, nicht Dornröschen, sondern die Momente, die uns schmerzlich spüren lassen, dass das alles nicht passt, nicht unserer menschlichen Natur entspricht. Abschied auf Abstand verdeutlicht es auf schmerzlicher Weise.

Abschied nehmen, Ausstand geben, Verabschieden im Allgemeinen lebt von gelebten Emotionen und mancher Träne, die man verdrückt. In der TOP FAIR Redaktion und in anderen Bereichen des Verlags haben wir in den letzten Monaten liebgewonnene und langjährige Kolleginnen und Kollegen aus dem pandemischen Ruhestand in den wohlverdienten Altersruhestand verabschiedet. Normalerweise ein schöner Anlass für Feiern, Reden, Lobhudeleien und eine Umarmung. Wir bringen zum Ausdruck, wieviel wir einander geschätzt haben, noch immer schätzen und was wir in Zukunft miteinander vermissen werden. Gemeinsam am Buffet stehend lassen wir nochmals schöne Erinnerungen Revue passieren, stoßen mit einem Glas Schampus auf die zurückliegenden Zeiten an. Es betrübt, denn all das bleibt uns vermutlich noch lange verwehrt.

Deshalb haben wir uns bei TOP FAIR dazu entschlossen, viele dieser Emotionen in eine bleibende Erinnerung zu packen, die die Zeit bis zu einer realen Wiedersehensfeier überbrücken soll. Herausgekommen sind neben einem herrlichen Abschiedsfilm unter Mitwirkung aller Mitarbeiter, zwei wunderbare Booklets mit Lesetipps und Kochrezepten, letzteres sehr ansprechend und lecker in Szene gesetzt. Wir bleiben gespannt, was sich daraus noch entwickeln lässt. Kosten- und Ressourcenbewusst entstand alles „hausgemacht”. Ob kleine Wackler beim Videodreh oder leichte Unschärfen bei den Kochfotos: nicht störend, vielmehr authentisch und sehr persönlich. Kurzgesagt: charmant! Das Beste kommt natürlich zum Schluss. Diese in Form gegossenen Erinnerungen und Emotionen bleiben uns allen erhalten, immer. Vielleicht auch ein Rezept, ähm… Konzept für Sie?

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