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Nextrade – Der Handel im Wandel

Philipp Ferger, Bereichs­leiter ­Tendence und ­Nordstil sowie Geschäftsführer von N-Media

 

Mit Nextrade hat die ­Konsumgüterbranche seit Fe­bruar 2019 einen digi­talen Marktplatz im B2B-­Bereich. TOP FAIR hat sich die Plattform ­genauer angesehen und bei Philipp Ferger, Bereichs­leiter ­Tendence und ­Nordstil sowie Geschäftsführer von N-Media, nachgefragt, wie dieses Angebot das Erleben von Messen ­beeinflussen wird. Der Nutzen für die gesamte Branche konnte insbeson­dere in den vergangenen Wochen und Monaten erprobt werden. 

: Der Launch von Nextrade liegt nun etwas länger als ein Jahr zurück. Welches Resümee ziehen Sie heute?

Das Feedback lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Das ist genau das, was die Branche braucht. Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung der Plattform. Die Anzahl der teilnehmenden Lieferanten und Händler bei Nextrade hat sich rasant entwickelt und die Resonanz ist hervorragend. Auch international gewinnt das Portal an Bedeutung. Nach dem Start in Märkten wie Dänemark, Frankreich, den Niederlanden, Polen und Schweden wurde die internationale Vermarktung gerade um fünf weitere Märkte erweitert. Aktuell treffen auf dem digitalen B2B-Marktplatz mehr als 200 Lieferanten aus 30 Ländern mit 300 000 Produkten auf mehr als 2400 Einkäufer aus 78 Länder. Mit Nextrade greifen Händler auf eine immer weiter wachsende Anzahl an nationalen und internationalen Top-Marken zu.

: Und welche Rolle spielt der Ausbruch von Corona bei den Entwicklungen?

Die Nachfrage ist momentan groß und wir stellen ein starkes Interesse von Lieferanten und Händlern weltweit fest. Sicherlich führen die abgesagten Messen dazu, dass der Handel ­vermehrt digital unterwegs ist. Allerdings haben wir keinen Vergleich, wie sich das Online-Portal ohne die Pandemie entwickelt hätte. Wir sind aber auf jeden Fall in unserem gesamten Vertrieb als Messe Frankfurt, insbesondere mit unserem globalem Netzwerk aus Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern, schon sehr weit vorne dabei. Wo andere jetzt aus der Not heraus digitale Modelle und Möglichkeiten suchen, haben wir mit Nextrade bereits eine etablierte Lösung gefunden.

: Wie wird die digitale Plattform das Erleben von Messen beeinflussen?

Ganz klar: Nextrade ist keine Konkurrenz für unsere Präsenzmessen, sondern eine Ergänzung dazu. Der B2B-Marktplatz treibt das Messegeschäft voran und hält Geschäftsbeziehungen zwischen Veranstaltungen aufrecht, verlängert Content und Austausch virtuell über das ganze Jahr hinweg. Er ermöglicht zudem, neue Zielgruppen zu erschließen. Das alles ersetzt jedoch weder das persönliche Gespräch zwischen Lieferanten und Handel noch die emotionale Komponente beim Einkauf. Aber das ist auch nicht das Ziel des Marktplatzes.

Und noch ein Pluspunkt für das Portal: Es schafft bei realen Messebegegnungen Ausstellern und Besuchern mehr Frei­räume. Da Händler 365 Tage im Jahr rund um die Uhr ordern können, bleibt mehr Zeit für das Wesentliche vor Ort: für die nachhaltige Vernetzung, das Aufspüren von Neuheiten und damit zur Sortimentsstärkung. Mit dem Launch der Plattform heben wir als erster Messeveranstalter dieses Potenzial und gestalten gemeinsam mit starken Partnern die digitale Transformation der Branche mit. Mit unserem Website-Relaunch haben wir zudem gerade die Dropshipping-Funktion und ­Usability verbessert. Im nächsten Schritt realisieren wir eine mobile Anwendung, sodass Händler Nextrade beim Ordern auf der Messe nutzen können. Damit verknüpfen wir die persönliche Begegnung mit den digitalen Vorteilen unserer Plattform.

: Wie bringen Sie die Vorteile für Händler in drei Worten auf den Punkt?

Ein Login, rund um die Uhr, direkt bei den Lieferanten zu meinen individuellen Konditionen bestellen. Das sind jetzt mehr als drei Worte, um die drei wesentlichen Vorteile für Händler zu beschreiben. Für die Branche ist es enorm wichtig, dass die Händler genau die Konditionen bekommen, die sie von ihren Lieferanten gewohnt sind. Zudem sitzen Einkäufer mit Nextrade direkt an der Quelle: Mit einem einzigen Login können sie zu individuellen Konditionen bei hunderten Lieferanten von Top-Marken ordern – weltweit und rund um die Uhr. Damit ergeben sich eine Menge neuer Chancen für den Handel. Durch die Dropshipping-Funktion kann die Ware außerdem direkt vom Lieferanten an den Endkunden des Händlers versandt werden – das ist ein echter Mehrwert.

: Und nun die drei Worte, um Lieferanten zu überzeugen!

Ein System, volle Kontrolle, mehr Umsatz. Lieferanten sind auf Nextrade in der Auswahl ihrer Händler hundertprozentig autark und können individuelle Zugangsrechte zu ihren Shops vergeben – von unterschiedlichen Preislisten und Frachtkon­ditionen bis hin zu individuellen Zugängen zu Produktsortimenten. Das ist ein absolutes Pro, sich für die Plattform zu entscheiden. Lieferanten bekommen neue Absatz- und Vertriebskanäle, vor allem im Ausland. Nextrade ermöglicht ihnen die einfache Integration von Handelspartnern, die bisher nicht über Messen oder andere Vertriebskanäle erreicht werden. Das führt zu mehr Umsatz. Und Nextrade spart Arbeit: Der Lieferant profitiert stark davon, dass alle seine Bestellungen digital in einem System eingehen. Während man vorher häufiger Bestellungen über verschiedene Kanäle bekommen hat, läuft das bei Nextrade über ein System. Das ist effizienter, einfacher und spart Zeit.

: Wo finden Neugierige noch mehr Informationen zu Nextrade?

Wie bereits erwähnt haben wir gerade die Nextrade-Website verbessert. Auf www.nextrade.market geben unsere fiktiven Charaktere Tina Trade und Nino Next in Videos einen umfassenden Überblick zu den Vorteilen für unsere Zielgruppen. Dank der kachelbasierten Produktdarstellung auf vier Spalten macht das Stöbern noch mehr Spaß.

www.nextrade.market

Aus der Ausgabe: Nordstil Sommer 2020

Das offizielle Messemagazin mit den neuesten Produkten und Informationen zur Messe. Weitere Ausgaben erscheinen zu den Veranstaltungen Tendence, Christmasworld, Paperworld, Heimtextil und Ambiente.

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