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Heimtextil Trends 21/22

Key Visual

„Nothing New, Everything New“: Die Heimtextil kündigt das Motto der Trendsaison 21/22 an! In Zusammenarbeit mit dem Heimtextil-Team analysierten international renommierte Design‐ und Trendexperten gegenwärtige Strömungen und erarbeiteten Trendthemen, die zur Messe aufwändig in Szene gesetzt werden.

Anspruch an Produkte verändert sich

„Was gibt es Neues in dieser Saison?“ – eine Frage, die in der Lifestyle-Branche seit Jahr und Tag immer wieder gestellt wird. Neue Trends und die stetigen Veränderungen in unserer Kultur und Gesellschaft sind es, die Lifestyle-Produkte entstehen lassen. Während Textilien und Konsumgüter im Allgemeinen früher rein aus der Notwendigkeit heraus gekauft wurden, veränderte sich der Anspruch an die Produkte im 20. Jahrhundert: Lifestyle-Produkte sollten den Käufern Freude bereiten und mussten nicht mehr ein Leben lang halten. Doch jetzt ist die Zeit reif, noch einen Schritt weiter zu gehen und das Verständnis von „neu“ zu überdenken. Konsumenten und die Branche hinterfragen existierende Systeme und lassen neue Arbeitsweisen entstehen. Willkommen bei „Nothing New, Everything New“.

Krise als Antreiber von Innovationen

Die ersten beiden Jahrzehnte dieses Jahrtausends haben die ein oder andere Herausforderung für Industrie und Handel mit sich gebracht – allen voran die gegenwärtige Corona-Pandemie, die die Welt in den letzten Monaten nahezu zum Stillstand gebracht hat. Doch Krisen sind immer auch Antreiber von Innovationen. In der Textilbranche erweisen sich insbesondere Digitalisierung und Nachhaltigkeit als die gegenwärtig omnipräsenten Innovationsthemen. Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass beide Themen in der Wohntextilbranche noch stärker an Bedeutung gewinnen. Hierzu liefern die Heimtextil Trends 21/22 einen Überblick über den Status quo der Entwicklungen. Daneben dürfen sich Besucher des „Trend Space“ auf eine Inszenierung der neuen Farben, Materialien und Designs freuen. Vier Trendwelten bilden dabei die gesammelten Inhalte ab: „Repurpose“, „Rewild“, „Reinforce“ und „Revive“.

„Repurpose“

Was kann alles aus bereits bestehenden Stoffen erschaffen werden? „Repurpose“ erzählt die Produktentwicklung in der Textilindustrie neu: Während der klassische Designprozess damit beginnt, neue Rohstoffe zu beschaffen, geht es beim Trend „Repurpose“ darum, gebrauchte Materialien für neue Produkte zu nutzen. Von der Kreation bis zur Kuration – „Repurpose“ gibt vorhandenen Textilien einen neuen Zweck und würdigt das, was bereits hergestellt wurde. „Repurpose“ steht für einen Trend, der in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen wird.

„Rewild“

Welcome to the jungle: Die Menschen haben in der postmodernen Welt den Bezug zur Natur verloren. Das hat auch Auswirkungen darauf, wie Individuen das Ökosystem, in dem sie leben, verstehen und wie sie es nutzen. Der Trend „Rewild“ thematisiert die Rückkehr zum ursprünglichen, wilden Zustand der Natur. Es geht darum, die Weisheit der Natur zu verstehen und von ihr zu lernen: Natürliche Ressourcen werden wiederentdeckt und in einem modernen Kontext angewendet. So können nachhaltige und regenerative Lösungen die Produktentwicklung der Branche bereichern. Schätze der Natur, indigene, wilde und grundlegende Lebensbedingungen – all das spiegelt sich visuell und textil im „Rewild“-Trend wider.

„Reinforce“

Roh, belastbar, ausdrucksstark: Für den Trend „Reinforce“ stehen die Stärkung von Materialien und ein vom Brutalismus geprägtes Design im Vordergrund. Die Stimmung von „Reinforce“ ist einfach und mutig, der Look ehrlich, robust und minimalistisch. Inspiriert ist der Trend von der schlichten Funktionalität und Beständigkeit skandinavischen Designs. Schwere und beständige Materialien stehen im Fokus und schaffen handfeste Textilien für die Ewigkeit – sowohl visuell als auch kompositorisch.

„Revive“

Kreativität und jugendlicher Aktivismus: Der Trend „Revive“ reflektiert die Haltung und das Verhalten gegenüber der „Welt der Dinge“ in der heutigen Zeit. Es gibt keine Regeln: Statt den Fokus auf die Ergebnisse zu legen, ist das Ziel des Trends die emotionale Befriedigung während des Prozesses des Kreierens, Experimentierens und Lernens. Es geht darum, sich wieder mit den menschlichen Fähigkeiten zu verbinden und den „Flow“-Zustand im Kreationsprozess wiederzubeleben und zu würdigen – das Endprodukt ist dabei zweitrangig. Während Reparaturen früher noch als rein handwerkliche Tätigkeit angesehen wurden, ist der Akt des Reparierens heute eine schöpferische Methode – der Experimentierfreudigkeit sind keine Grenzen gesetzt.

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Text: Messe Frankfurt GmbH. Fotos: Messe Frankfurt GmbH, © SPOTT for Heimtextil, Fotograf: Andreas Houmann

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