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Die Materialien der Zukunft

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Bereits auf der Heimtextil 2020 war die „Future Materials Library“ haptisch und live auf der Messe erlebbar. In der neuen Online-Version dieser Bibliothek kann ab sofort und zu jeder Zeit das Potenzial innovativer und nachhaltiger Materialien entdeckt werden. Die Library orientiert sich an der zunehmenden Ressourcenknappheit unseres Planeten und zeigt, wie zukunftsorientierte Designer von der Natur lernen, mit ihr arbeiten und so die Kraft der hocheffizienten Naturkreisläufe nutzbar machen. Kuratiert wurde die Bibliothek von der Londoner Zukunftsagentur FranklinTill.

Die Future Materials Library 2021 gibt Materialpionieren somit eine eigene Plattform und präsentiert einen Mix aus wirtschaftlich erprobten und revolutionären Entwicklungen anhand zahlreicher ganz konkreter Beispiele. Die Library umfasst vier Themenbereiche:

Regenerative Crops
Hier steht die Frage im Fokus, ob Materialien auf eine Weise anbaubar sind, die die Umwelt bereichert. Regenerative Praktiken in der landwirtschaftlichen Faserherstellung können der Umwelt durch nachhaltige „Boden-zu-Boden“-Techniken etwas zurückgeben. Diese Anbaumethoden sind gut für den Boden, fördern die Artenvielfalt und absorbieren Kohlenstoff aus der Atmosphäre. Zudem bringen sie oft höhere und häufigere Erträge als traditionelle Kulturpflanzen und Methoden. Hanf, Nessel, Yak-Faser und Flachs – sie alle bereichern als bewusst angebaute Textilien die neue natürliche Materiallandschaft.

Remade Fibres
Industrie- und Post-Consumer-Textilabfälle umzulenken und Werkstoffe wiederzugewinnen – das ist der Schwerpunkt vieler sich neu entwickelnden Technologien. Zukunftsorientierte Marken, Hersteller und Social Businesses nutzen den Müll, der sonst verbrannt wird oder auf Deponien liegt, (wieder) als Ressource in einer neuen Produktionskette um einen möglichst langen, abfallfreien Kreislauf der Regeneration zu erzeugen.

Harvesting Waste Streams
Immer mehr Designer und Materialinnovatoren verändern ihre Einstellung gegenüber Abfall und sehen ihn als wertvollen Rohstoff für die Textil- und Materialindustrie. Die produktive Wiederverwendung von nicht verwerteten Resten aus der Nahrungsmittelproduktion, der Schafzucht bis hin zur Forstwirtschaft erweist sich dabei zunehmend als praktikable Lösung und erzeugt sogar komplett neue Werkstoffe wie Bioplastik.

Sustainable Colour
Über die Herausforderungen der Rohstoffbeschaffung und der Entsorgung des Produkts hinaus wird der gesamte Produktionsprozess in der Textil- und Materialindustrie zunehmend auf den Prüfstand gestellt. Ein wichtiger Punkt in dieser Betrachtung sind nachhaltige Textilfärbetechniken: Langsame, natürliche Färbeprozesse bieten eine schonendere Lösung für die Herstellung von Farben und deren Einsatz in der Produktion. Landwirtschaftliche Nebenerzeugnisse werden zur Quelle für die Farbstoffextraktion und im Labor erzeugen Bakterien durch Fermentation eine breite Palette an besonderen Farben. Auch hier bietet die Future Materials Library zahlreiche praktische Beispiele.

www.heimtextil.messefrankfurt.com/future

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