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Auf der Suche nach dem perfekten Geschenk

20. Februar 2014 Autor: TOP FAIR Redaktion
Kategorie: Geschenke & Dekoration

Ein Geschenk ist genauso viel wert wie die Liebe, mit der es ausgesucht worden ist (Thyde Monnier).

Schenken

Die Deutschen sind fleißige Schenker. Ob zu Weihnachten, zum Geburtstag oder einfach nur so – für unsere Lieben greifen wir tief ins Portemonnaie. Der beliebte Brauch des gegenseitigen ­Beschenkens hat eine lange Tradition, die seit Menschengedenken gepflegt wird und aus unserer Gesellschaft und dem sozialen Umgang miteinander nicht mehr wegzudenken ist. Auch wirtschaftlich gesehen sind die Schenk-Kultur und der Umsatz, der mit Präsenten gemacht wird, keinesfalls zu unterschätzen. Aber wann und warum schenken wir eigentlich? Und die wichtigste aller Fragen, die sich immer wieder stellt: Was sollen wir schenken?

 

Beliebte Tradition mit Historie

Schon in der Antike wurde vom reichen griechischen Adel die Sitte gepflegt, Gäste nicht nur mit köstlichen Speisen und reichlich Getränken großzügig zu verwöhnen, sondern auch einem jeden Gast den kostbaren Kelch, aus dem er getrunken hatte, als Präsent zu überlassen. Im alten Rom wurden zum Neujahrsfest einfache Mitbringsel wie Baumzweige oder Gartenfrüchte verschenkt. Diese Gaben zeichneten sich weniger durch ihren materiellen Wert als vielmehr durch ihre Symbolik aus: Was man im Überfluss hatte, gab man an andere weiter, um damit Glück für das Erreichen des gleichen Wohlstandes zu wünschen.

Doch nicht immer war das Schenken positiv behaftet: Mit der Ausbreitung des Christentums im Mittelalter war der altbekannte Brauch kurzzeitig als „heidnisch“ verpönt. Die Menschen ließen sich jedoch nicht vom Schenken abhalten und führten die Sitte hinter verschlossenen Türen fort.

Als klar wurde, dass dieser Brauch nicht ausgerottet werden konnte, fand man in den Gaben der Heiligen Drei Könige an das Jesuskind – Gold, Weihrauch und Myrrhe – die Rechtfertigung für eine christliche Absolution. Der Wunsch nach ewigem Leben und die Hoffnung, Gott gnädig zu stimmen, führten daraufhin zu großen Geschenken der Menschen an die Kirche.

 

 Mädchen mit GeschenkDie Bedeutung des Schenkens

Heute gehört das gegenseitige Beschenken in unseren Breitengraden zum guten Ton. Ob freiwillig oder aus Gründen des Anstands – wir schenken zu jeder sich bietenden Gelegenheit sinnvolle oder weniger sinnvolle Geschenke, immer in der Hoffnung, dem Beschenkten eine Freude zu bereiten. Dies gestaltet sich jedoch oft genug als kompliziertes Unterfangen, da ein hohes Maß an Aufmerksamkeit gegenüber unseren Mitmenschen, Fingerspitzengefühl, ­Findigkeit und vor allem Zeit vonnöten ist.

Die Messe Frankfurt ließ als weltweit wichtigster Organi­sator von Konsumgütermessen im Jahr 2011 eine stichprobenartige Befragung von 1000 Männern und Frauen von der GfK Marktforschung durchführen, um Aufschluss über das Schenkverhalten der Deutschen zu erhalten.

Daraus resultiert, dass es sich beim beliebtesten Ereignis zum Schenken laut 86 Prozent der Befragten um den Geburtstag ­handelt, dicht gefolgt von Weihnachten. Weit abgeschlagen mit 33,3 Prozent folgen Mutter- und Vatertag. Nach Ostern, privaten ­Einladungen und dem Valentinstag bilden Familienfeiern wie Taufe und Kommunion sowie Hochzeiten mit 11,1 Prozent das Schlusslicht.

 

Einfallsreichtum ade!

Zum Verdruss der Geschenkehersteller sind für die Vielzahl dieser Anlässe Geldpräsente sehr beliebt – beim Beschenkten wie auch beim Schenkenden. Die Frage nach den Vorlieben und Wünschen des Empfängers, die anstrengende, zeitaufwendige Suche nach der zündenden Idee und die drohende Gefahr einer Enttäuschung bei Nichtgefallen sind schlicht nicht gegeben. Dies hat zur Folge, dass jeder Zweite (51 Prozent) Bargeld verschenkt. Für den Handel ist das eine Herausforderung. Er muss kreativ sein, um die Verbraucher wieder für den Geschenkekauf in die Läden zu locken.

 

Geschenk präsentieren

Die Kunst des ­Schenkens

Fest steht, dass kein Geld­geschenk die Begeisterung ­toppen kann, die ein Päckchen mit ­über­raschendem Inhalt bereitet, welcher zudem den Geschmack des Beschenkten trifft. Das perfekte Geschenk zu finden, machen sich trotz aller Schwierigkeiten immer noch zahlreiche Menschen zur Aufgabe. Insgesamt 27 Milliarden Euro pro Jahr geben die Deutschen für Geschenke aus, das sind im Jahr durchschnittlich 400 Euro pro Person.

Doch den Aufwand, den die Menschen mit der Suche nach dem idealen Geschenk betreiben, lässt nach. Das Bestellen im Internet ist auf dem Vormarsch! Online-Versandhäuser festigten in den letzten Jahren mehr und mehr ihre Position: Während 2011 noch 54,7 Prozent der Befragten auf persönliche Beratung im stationären Handel und Produktvorführung vor Ort Wert legten, besagt eine Umfrage der Lifestyle-Plattform Groupon zum Weihnachtsgeschäft in 2013 unter 11.752 Nutzern, dass die Deutschen zusammen mit den Briten die größten Befürworter des Online-Shoppings sind. Eine große Rolle spielen hierbei Bequemlichkeit und der chronische Mangel an Zeit.

 

Geschenkekauf online – Inspirationssuche offline

Die Bereitschaft, höhere Beträge für Präsente auszugeben, steigt übrigens mit dem Alter – per Mausklick wird jedoch eher von der internetaffinen, jüngeren Generation gekauft.

Ob die Präsente nun online oder ganz traditionell im Handel gekauft werden – zur Inspiration und Ideenfindung dient immer noch der Schaufensterbummel, der häufig doch zur Kaufentscheidung anregt und zum Glück nicht selten wieder vom praktischen, aber einfallslosen Geldgeschenk abbringt.

 

 

Schenken

Von der ungebrochenen Lust am Schenken

Trotz Wirtschaftskrise und der überwiegend von Konsum gesättigten Gesellschaft in Mitteleuropa lässt die Lust am Schenken nicht nach. Wenn alle Lieben bedacht wurden und das Budget noch reicht, beschenken sich 51 Prozent der Deutschen auch mal selbst.

 

Wer sich selbst gerne beschenkt, ist auch anderen gegenüber großzügig. 

Das freiwillige Geben und der Brauch des Schenkens stellen in der heutigen Gesellschaft wichtige soziale Handlungen dar und nehmen noch immer einen besonderen Stellenwert ein. Schenken und beschenkt zu werden bereitet uns ungemeine Freude und wird auch in Zukunft nicht aus unserem Alltag wegzudenken sein, nicht zuletzt aufgrund der berauschenden Vielfalt an Geschenkartikeln, die der Handel bietet!

 

Bleibt nur noch eine Frage – die nach dem perfekten Geschenk!