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Die Schlafphasen des Lebens

20. Januar 2016 Autor: TOP FAIR Redaktion
Kategorie: Haus & Wohnen, Textilien

Schlafkampagne stellt auf der Heimtextil die 10 Betten eines Lebens vor.

0393_02_HT_2016_SchlafkampagneJeder Mensch schläft anders. Jeder Mensch hat hin und wieder Schlafstörungen. Jeder Mensch braucht andere Voraussetzungen, um sich wohlzufühlen. Abhängig ist all das nicht nur von individuellen Präferenzen, sondern auch vom Lebensalter. Liegt der durchschnittliche Schlafbedarf eines gesunden Erwachsenen zwischen sieben und acht Stunden, so benötigen Babys bis zu sechzehn, Senioren teils weniger als sechs Stunden Schlaf. Der Körper, der gesamte Organismus verändert sich mit wachsendem Alter. Dies gilt es auch bei Bett, Zudecke, Kopfkissen, Bezügen, Raumklima zu beachten. Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Und guter, entspannender Schlaf ist elementar wichtig für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.

 

Team der Schlafkampagne klärt auf

Im Rahmen der Heimtextil 2016 wird das Team der Schlafkampagne um Präventologe Markus Kamps aufklären, die zehn Betten eines Lebens und die unterschiedlichen Schlafphasen in unterschiedlichen Lebensaltern vorstellen. Die Schlafkampagne vernetzt Industrie, Händler und Endkunden und gibt ihnen das nötige Know-how zur Kommunikation und die Sensibilität für die kleinen und großen Details rund um den Schlaf. Vom Kleinkind über Teenager, mittlere und hohe Jahre – die Leitmesse Heimtextil ist das optimale Umfeld, um alle Teile der Branche miteinander zu vernetzen und pragmatische Lösungsansätze für jeden zu erarbeiten, dem das Thema Schlaf am ­Herzen liegt.

 

Die frühen Jahre

0393_03_HT_2016_SchlafkampagneKleinkinder müssen den Schlaf erst noch lernen. Ihr Bedarf ist hoch. Es ist die Regel, dass sie zwei Drittel des Tages verschlafen – und das müssen sie auch. Der Schlaf ist wichtig für ihr Wachstum, ihre geistige und physische Entwicklung. Umso wichtiger ist es, dass sie feste Rhythmen erlernen und die Zeiten von Zubettgehen und Wachsein nicht allzu sehr schwanken. Ihre innere Uhr ist noch nicht gestellt, sie muss sich erst einpendeln. Ab vier Jahren ist der Schlafbedarf bereits auf zehn bis elf Stunden gesunken. Da morgens der Wecker für den Kindergarten und später die Grundschule klingelt, sollte es abends nicht zu spät werden. Ausnahmen zu Silvester sind natürlich erlaubt. Die ersten Schlafstörungen tauchen in der Regel im Grundschulalter auf und sind entwicklungsbedingt. Alpträume tauchen auf und verwirren das Kind; außerdem will es selbstbestimmter sein und auch mal länger wach bleiben.
Jungen Eltern fällt rasch auf: Unterfederungen sind bei Betten für Kleinkinder kein Thema. Das Lattenrost ist bei den meisten Anbietern starr. Der Grund dafür ist einfach: Kleinkinder sind leicht, ein Lattenrost, das flexibel ist, hätte keinen Effekt. Aufgrund des geringen Körpergewichts ist relevanter, dass die Matratze weich ist (während schwere Personen später eher eine harte Matratze brauchen) und die verwendeten Materialien rund ums Bett schadstoffarm – was zum Beispiel das Ökotex-Siegel anzeigt. Ökotex bietet auch spezielle Standards für Babyartikel.

 

Pubertäre Tiefschlafphasen

Spätestens im Jugendzimmer, wo die Schulfreunde einkehren, entwickelt sich mit der Pubertät ein eigener Geschmack. Bett und Ausstattung werden zwar noch von den Eltern bezahlt, aber der Nachwuchs hat bereits ein paar Worte mitzureden. Bei Matratze, Unterfederung und Materialien sollten sich die Eltern aber durchsetzen und vor allem darauf achten, dass das Bett Qualität hat, dass die Matratze die Wirbelsäule stützt, das Kissen die richtige Höhe und Festigkeit hat. Aber das richtige Bett ist nicht alles. In der Pubertät und Jugend gerät der Schlaf durcheinander, der Schlafbedarf steigt wieder, und da der Schulbeginn mit acht Uhr biologisch zu früh angesetzt ist, sind viele Teenies dauermüde. Die Konzentrationsfähigkeit nimmt ab, die Aggressivität zu, es finden hormonelle Umstellungen statt, die Sexualität entwickelt sich – es ist eine verwirrende und stressige Zeit. Ausreichender Schlaf ist daher umso wichtiger, um diese Einflüsse abzufedern.

• hoher Schlafbedarf bei Kleinkindern­: bis zu 16 Std.
• weiche bis mittelharte 14 – 16 cm hohe Matratze, schadstoffarme Materialien, ggf. Trittkante für Babys
• „mitwachsende“ oder mehr­seitig­ nutzbare Matratze
• erhöhter Schlafbedarf in der Pubertät
• ausreichender Schlaf wichtig für körperliche und geistige ­Entwicklung

 

Wenn der Schlaf erwachsen wird …

0393_05_HT_2016_Schlafkampagne… nimmt auch der Alltagsstress zu. Erst Studium und Ausbildung, dann Familie und Beruf – all das ist je nach Phase Quell von Erfüllung oder von Stress und Ärger. Und Stress ist der Schlafkiller Nummer eins. Wenn dann noch die Arbeitszeiten einen Schlaf diktieren, der der inneren Uhr zuwider läuft, können chronische Schlafprobleme auftauchen. Es wird immer wichtiger, auf den Körper und dessen Bedürfnisse zu hören, statt ihn zu bekämpfen.
Relevant ist auch, dass der Körper sich verändert. Stoffwechsel, Hitze- und Kälteempfinden, Gewicht und Fitness, allgemeiner Lebenswandel: all das beeinflusst den Schlaf und auch die Frage, wie Bett und Ausstattung beschaffen sein sollten. Wer eher friert, braucht eine warme Decke – und umgekehrt. Wobei ein Klischee zutrifft. Frauen frieren eher als Männer, was in erster Linie biologische Ursachen hat. Jeder braucht seine eigene, individuell passende Zudecke. Das gilt auch fürs Kissen. Die richtige Höhe muss es haben, den Nacken gut abstützen, damit keine Verspannungen entstehen. Hier wie auch bei allen anderen Elementen herrscht eine kaum überschaubare Vielfalt und Materialflut. Die Heimtextil bietet Orientierung im Bettwarendschungel.
Das Temperaturempfinden hängt vom Schlafklima mit ab – und dieses wird nicht nur über die Raumluft und Feuchtigkeit reguliert, sondern auch über Zudecke, Bettlaken, Bezüge und Matratze. Atmungsaktivität lautet das Stichwort – die Haut muss atmen können, das Material sollte Feuchtigkeit aufnehmen und abtransportieren können.

• zunehmender Alltagsstress beeinträchtigt den Schlaf
• chronische Schlafprobleme bei Leben gegen die innere Uhr
• Körper verändert sich, damit auch Anforderungen ans Bett
• abgestimmte Matratzenfestigkeit nach Größe und Gewicht
• Schlafklima hat großen Einfluss auf Schlafqualität
• abgestimmte Matratzenfestigkeit nach Größe und Gewicht
• Schlafklima hat großen Einfluss auf Schlafqualität

 

Im Alter sind längst nicht alle Nacht­katzen grau!

0393_04_HT_2016_SchlafkampagneIm Seniorenalter sinkt der Schlafbedarf wieder. Das sollte man auch beim Mittagsschlaf bedenken – er reduziert den Schlafbedarf bei Nacht und kann das abendliche Einschlafen erschweren. Weiterhin gilt: Je aktiver man am Tag ist, je mehr man sich bewegt, desto besser schläft man nachts. Der Stoffwechsel verändert sich, nächtlicher Harndrang kann vermehrt auftreten, unsere innere Uhr gerät leichter aus dem Takt, die Haut wird dünner, was uns leichter frieren lässt, und den Körper druckempfind­licher macht. Die Gelenke lassen nach, weshalb das Bett im Optimalfall so hoch ist wie ein Stuhl – sodass man sich einfach hineinsetzen kann und auch das Aufstehen nicht schwerfällt.
Boxspringbetten haben diesen Vorteil. Ein zu niedriges Bett kann anstrengend sein. Hilfreich ist auch ein Motorrahmen, der das Aufsetzen erleichtert oder eine erhöhte Beinlagerung ermöglicht, um die Durchblutung zu unterstützen. Jeder Mensch ist anders, hat andere Beschwerden und benötigt andere Hilfsmittel. Ein gutes Bett im Alter bietet eine Kombination aus Funktionalität und Komfort. Je gemütlicher, angenehmer, komfortabler Bett und Ausstattung sind, desto wohler fühlt man sich und desto ausgeruhter ist man nach einer durchgeschlafenen Nacht. Je älter man wird, desto eher denkt man beim Bettenkauf nicht nur ans Heute, sondern auch ans Morgen, neben moderner und ansprechender Optik sollte das Bett auch dann noch gut nutzbar sein, wenn sich die Anforderungen verändern.

• sinkender Schlafbedarf im Alter
• Stoffwechsel verändert sich, Fitness­ lässt nach
• Druckempfindlichkeit nimmt zu; dadurch werden Bezug, Festigkeit und Unterbau wichtiger
• Bett sollte funktional sein, z. B. mit Motorrahmen ausgestattet
• Bewegung am Tag verbessert den Schlaf

 

Unterwegs für guten Schlaf

Die Schlafkampagne bringt ganz junge, mitteljunge und spätjunge Menschen zusammen und vermittelt fundiertes Wissen rund ums richtige Bett und nachhaltigen Schlaf.

 

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Markus Kamps, Geschäftsführer der Schlafkampagne, Präventologe und Schlafberater

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Text: Markus Kamps, Gerrit Wustmann
Fotos: Schlafkampagne, fotolia


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