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Roots of Sweden

21. Juli 2017 Autor: TOP FAIR Redaktion
Kategorie: Geschenke & Dekoration, Haus & Wohnen, Textilien

In Halle A4 haben sich zwölf schwedische Hersteller unter dem Motto Roots of Sweden zusammengetan. Das Areal wird von Trendexperte und Gallerist Stefan Nilsson kuratiert. TOP FAIR hat mit ihm gesprochen:

Was sind die signifikanten Unterschiede zwischen schwedischem und dänischem Design?
Eigentlich ähneln sich die beiden mehr, als dass sie sich unterscheiden. Aber ich würde sagen, dass dänische Hersteller besser darin sind, einen bestimmten Look und eine Ästhetik zu kreieren als schwedische. Ich würde auch sagen, dass eine dänische Kollektion in sich stimmiger ist. Das bessere individuell designte Produkt kommt aber vermutlich aus Schweden. Das spiegelt sich auch darin wider, dass große Firmen in Dänemark bekannter sind als kleine individuelle Designer – in Schweden ist das genau andersherum.

Wieviel Identität bleibt Designtrends aus Schweden, Dänemark und Finnland, wenn sie am Ende alle als „Skandinavisches Design“ in einen Topf geworfen werden?
Das ist okay, sie ähneln sich sehr, die kleinen Unterschiede sind kaum von Bedeutung.

Wie wurden die Aussteller für das Areal ausgesucht?
Wir wollten interessante Brands auf einer Fläche zusammenbringen. Einige sind superjung, andere erfahrener. Ich mag diese Mischung an Marken, Objekten und Materialien sehr gerne. Alles ist sehr funktional, stylisch und schwedisch.

Was ist DER Trend für die nächste Saison?
Persönlichkeit. Hört sich vielleicht seltsam an, aber wir haben eine lange Periode des Industrial Looks hinter uns und tauschen den jetzt ein gegen Objekte, die etwas eigen sind und unsere Persönlichkeit widerspiegeln, egal ob kleinformatige Handwerkskunst oder massenproduzierte Kerzenhalter. Freuen Sie sich auf Tiere, mit beeindruckenden Ornamenten bedruckte Textilien oder Duftkerzen in Ihrer persönlichen Duftrichtung!

Im letzten Nordstil-Interview haben Sie skandinavisches Design als „reduziert, ehrlich und funktional“ beschrieben. Mit welchen drei Wörtern würden Sie deutsches Design beschreiben?
Alltagstauglich, erschwinglich, umweltfreundlich.

Was haben skandinavisches und deutsches Design gemeinsam?
Es gibt aus beiden Bereichen Marken, die schon lange am Markt sind, wie etwa Rosenthal oder Iitalla. Beide Strömungen versuchen, extremen Over-the-Top-Luxus zu vermeiden, und legen ihren Schwerpunkt auf die Verwendbarkeit im Alltag. Einen ganz normalen Mittwochabend zu gestalten, mit Küchenutensilien und Tischgeschirr, ist das Ziel der Firmen aus beiden Bereichen. Ich würde sagen, dass deutsches Design etwas skurriler ist als skandinavisches und denke dabei an Authentics oder Donkey Products. Außerdem würde ich vielleicht auch sagen, dass skandinavische Brands besessener von Trends sind, wenn man zum Beispiel Hay oder Normann Copenhagen anschaut.

Am Sonntag 14:00 Uhr stellt Ihnen Stefan Nilsson die schwedischen Teilnehmer und das Trendthema grünes Design vor. ▶ A4, B88

 

Teilnehmer des Roots of Sweden Areals:
AEO AB
Plurr Design
Täljogram
Dude
Packaging
Lena Larsson
Målerås
ITS Interior AB
Terrible Twins
Himla
Lisa Bengtsson
Hinza
Maze Interior
▶ A4, B88A-E


Aus der Ausgabe:

Nordstil Sommer 2017

Das offizielle Messemagazin mit den neuesten Produkten und Informationen zu den regionalen Ordertagen in Hamburg. Weitere Ausgaben erscheinen zu den Frankfurter Veranstaltungen Heimtextil, Christmasworld, Paperworld, Ambiente, ISH und Tendence.